Tipps aus der Praxis:

Elternratgeber

An dieser Stelle finden Sie nützliche Tipps von unseren professionellen Minihaus-Pädagogen.

Thema Schüchternheit

 

„Nicht so schüchtern!“ Haben Sie diesen Satz gehört, als Sie Kind waren?  Erinnern Sie sich dann vielleicht noch an das mulmige Gefühl, als man vor der Klasse stand und ein Referat halten musste? Heute sehen wir unserem eigenen Kind möglicherweise dabei zu, wie es mit seiner Schaufel am Rand des Sandkastens steht und den anderen Kindern beim Buddeln im Sand zusieht. Es würde gerne mitspielen, traut sich aber nicht.

Etwa ein Drittel aller Kindergartenkinder ist schüchtern. Sie tun sich schwer mit Anderen Kontakt aufzunehmen, obwohl sie dies gerne tun würden. Eine innere Hemmschwelle hält sie zurück. Diese Eigenschaft war ursprünglich nichts Negatives, denn in grauer Vorzeit gehörten Vorsicht, Zurückhaltung und Skepsis zu den Überlebensmechanismen des Menschen, mussten sie sich doch in unbekannten Situationen in Sekundenbruchteilen zwischen gefährlich und ungefährlich, zwischen Feind und Freund entscheiden. Und auch heute noch kann eine Gehemmtheit gegenüber Unbekanntem eine gesunde Schutzfunktion sein, denn die Zurückhaltung schützt beispielsweise vor Unfällen.  

Gegenüber seinem schüchternen Kind kann man einige Fehler machen. Zum Beispiel es vor anderen Menschen als schüchtern zu bezeichnen, denn das ist Kindern sehr unangenehm, schafft Erwartungsdruck und das Gefühl, es den Eltern nicht recht machen zu können. Besser sagt man „mein Kind braucht noch ein wenig Zeit“.
„Gib deinem Onkel doch mal die Hand!“ – eine Situation, die wohl jeder kennt. Um zu verhindern, dass dieser eingeschnappt ist, drängt man sein Kind, dem Wunsch nachzukommen. Und sein Kind in ein Dilemma: Soll es den Erwartungen von Eltern und Familie entsprechen oder zu seinen eigenen Gefühlen stehen dürfen und ein „Nein, ich möchte nicht“ sagen?

Ist Ihr Kind schüchtern, bleiben Sie zunächst gelassen. Helfen Sie Ihrem Kind, indem Sie sein Selbstbewusstsein stärken. Dazu braucht es Erfolgserlebnisse. Vertrauen Sie ihm kleinere Hausarbeiten an (Tischdecken, Brot beim Bäcker bestellen) und loben Sie dann Ihr Kind. So zeigen Sie ihm, dass Sie stolz sind und es wertschätzen.
Anerkennung von anderen Kindern ist ebenfalls wichtig für das Selbstvertrauen. Laden Sie ein anderes Kind aus der Nachbarschaft ein. In vertrauter Umgebung kann das Kind entspannter spielen als in einer großen Gruppe außer Haus. So lernt es soziale Fähigkeiten und die Freude am Spiel mit anderen Kindern. Insbesondere Kontakte mit Jüngeren sind für schüchterne Kinder wertvoll, weil sie es als Ältere leichter haben und es genießen als die „Großen“ bewundert zu werden.
Auch im Rollenspiel lassen sich schwierige Alltagssituationen zuhause üben. Im Spiel mit dem Kaufladen kann man lernen später im realen Geschäft eine Bestellung aufzugeben.
Traut sich Ihr Kind nicht jemandem etwas zu sagen, sollten die Eltern das Gespräch eröffnen und das Kind zu einem günstigen Zeitpunkt miteinbinden.

Selbst wenn die Schüchternheit bis ins Erwachsenenalter anhält, bedeutet das nicht, etwa im Berufsleben weniger erfolgreich zu sein. Hier stehen nicht nur Selbstdarsteller und Extrovertierte oben auf der Karriereleiter. Wer ruhig und besonnen auftritt, wer ein guter Zuhörer ist und den anderen nicht unterbricht, wer überlegt und denkt, bevor er redet, besitzt eine hohe Sozialkompetenz und einige der heute im Berufsleben erforderlichen „soft skills“.

Thema Mithelfen

 

Jeder von uns Erwachsenen weiß es: Einen Haushalt zu führen ist anstrengend, vor allem, wenn beide Eltern berufstätig sind. Und daher sieht es in Familien mit kleinen Kindern zuhause selten so gepflegt aus wie in einer Hochglanz-Wohnzeitschrift.
Die Lösung, wie man das alltägliche Chaos in den Griff bekommen kann, heißt:
Alle helfen mit!

Die Motivation von Kindern, im Haushalt mitzuhelfen, nimmt allerdings mit deren Alter rapide ab. Zweijährige helfen noch begeistert mit, sie können beispielsweise Wäscheklammern reichen oder Laub sammeln. Vorschulkinder ahmen gerne Eltern und Geschwister nach und decken den kompletten Tisch und/oder räumen ihn ab. Was hier noch spielerisch abläuft, kann aber ab dem Grundschulalter zuverlässiger ausgeführt werden. Kinder in diesem Alter können bereits ihr Bett selbst machen oder den Geschirrspüler ein- und ausräumen. Der Unmut für solche Tätigkeiten ist aber meist schon spürbar. Doch wie lässt sich die Motivation, im Haushalt mitzuhelfen, steigern?

Wenn Eltern nicht über die Hausarbeit schimpfen, sondern sie einfach erledigen – weil sie zum Alltag dazugehört – werden sich die Kinder das wie bei so Vielem abschauen.
Beliebte und unbeliebte Tätigkeiten sollten gemischt und auch untereinander getauscht werden – dann vermeidet man Beschwerden wie „ich muss die doofen und meine Schwester darf die schönen Sachen machen“.
Die Aufgabenverteilung wird idealerweise in einem Wochenplan schriftlich festgehalten und gut sichtbar aufgehängt. Wichtig: eine Spalte zum Abhaken einfügen.
Fragen Sie nicht „würdest du mir bitte im Haushalt helfen?“, sondern „möchtest du lieber abtrocknen oder den Müll rausbringen?“ Das Kind darf dann das tun, was es sich ausgesucht hat.
Kinder fordern oft eine Belohnung für ihre Mithilfe. Hier sollte man den Kindern klarmachen, dass diese Pflicht unbezahlt bleibt, schließlich bekommen Mama und Papa auch nichts dafür.

Natürlich fehlt es anfangs an Routine. Vieles würde man selbst schneller und besser erledigen. Aber es ist wichtig, Kinder schon frühzeitig in die Haushaltshilfe miteinzubeziehen, denn so lässt sich ein wichtiger Grundstein für später legen. Kinder, die schon Erfahrung beim Wäschemachen oder Bettenbeziehen haben, bekommen später weniger Probleme, wenn sie allein auf sich gestellt sind. In der Schule werden kaum Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, so bleibt nur das Elternhaus, um die Kinder fit zu machen für die Hausarbeit. Hat die Familie diese dann gemeinsam erledigt, ist nicht ein Familienmitglied (meist die Mutter) überlastet und es bleibt mehr Zeit, z.B. für gemeinsame Unternehmungen oder eine Vorleserunde. Davon profitieren letztlich wieder alle.

Thema Benehmen

 

Gutes Benehmen ist „in“. Jeder zweite Deutsche ist der Meinung, dass Benehmen sogar als Schulfach unterrichtet werden sollte, so die Umfrage eines Marktforschungsinstituts. Lernen Kinder frühzeitig gute Umgangsformen, haben sie es jetzt wie auch später leichter im Leben, denn diese sind eine wichtige Grundlage und „Türöffner“ in unserer Gesellschaft.

Viele Erwachsene sehen die heutige Jugend gegenüber Autoritäten und Regeln so:
Vorlaut, frech und respektlos. Aber auch viele Kinder – so sagen Kinder- und Jugendpsychologen – haben schlechtes Benehmen satt und leiden unter dem Verhalten nicht erzogener Altersgenossen, denen immer nur Sanftmut und Nachgiebigkeit entgegengebracht wird. Auch ein Kindergartenkind muss lernen, dass es keinen alleinigen Anspruch auf die  Erzieherin haben kann, und ein Schüler wird ruhig und diszipliniert sein müssen, damit er und die anderen lernen können.

Doch wie gelingt  eine Erziehung hin zu guten Umgangsformen? Hier ist wie so oft das elterliche Vorbild von immenser Bedeutung, denn gutes Benehmen muss man erst lernen. Manche Erziehungsmethoden von früher haben nach heutigen Maßstäben zu Recht keine Daseinsberechtigung mehr, aber ohne Anleitung geht es nicht, denn Mama und Papa sind nicht die Freunde ihrer Kinder. Ihnen wurde als Eltern eine besondere Rolle zuteil und somit haben sie auch einen besonderen Auftrag. Von Anfang an sollten Eltern ihren Kindern korrektes Benehmen vorleben und nicht nur andere Erwachsene, sondern auch schon die Kleinsten höflich behandeln. Mit der Zeit gewöhnt sich das Kind so sehr an gute Manieren, dass es diese allmählich übernimmt. Klopfen Sie z.B. an die Tür des Kinderzimmers, bevor Sie den Raum betreten. Grüßen Sie Ihr Kind beim Abholen aus dem Kindergarten, bedanken und entschuldigen Sie sich bei gegebenem Anlass, wie Sie das einem Erwachsenen gegenüber machen würden. Der höfliche Umgang wird so zu einer ganz selbstverständlichen Handlung für das Kind.

Erklären Sie Ihrem Kind gewisse Regeln. Versteht es den Grund, warum es beim Niesen die Hand vor den Mund halten soll, wird das Kind diese Regel selbstverständlicher annehmen, als wenn es gesagt bekommt „das gehört sich eben nicht“ oder „das macht man einfach nicht“.
Freuen sich Mama und Papa oder auch andere wie die spendable Wurstverkäuferin über ein „Bitte“ und „Danke“, wird es diese „Zauberwörter“ öfters einsetzen, denn es lernt sehr bald, dass sich damit seine Wünsche viel eher (wenn auch nicht immer) erfüllen. Klappt das so gar nicht, können Eltern den Satz „Ich will jetzt Saft“ solange überhören, bis sich das Kind an das Zauberwort erinnert.

Eltern sind zu Recht stolz darauf, wenn sich ein Kind gut benehmen kann. Bis es den Großteil der Höflichkeitsfloskeln und Manieren aber beherrscht, werden noch einige peinliche Situationen geschehen und es kostet viel Mühe. Aber Sie bekommen es um ein Vielfaches zurück, wenn aus dem Kind ein höflicher, rücksichtsvoller und selbstsicherer Mensch geworden ist.

Thema Lüge

 

Eines Tages bekommen wir sie von unserem Kind aufgetischt: Die erste Lüge. Da steht es mit schokoladeverschmiertem Mund vor uns, beteuert aber felsenfest, keine Schokolade gegessen zu haben.

Im Kindergartenalter beginnen Kinder meistens mit dem Schwindeln. Und das sollte man zunächst einmal positiv sehen, denn sie haben nun gelernt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Gleichzeitig wissen sie aber auch, dass andere nicht unbedingt den gleichen Kenntnisstand haben wie sie und das lässt sich natürlich ausnützen. Gehirnforscher halten Lügen für eine große intellektuelle Leistung, nach Meinung von Entwicklungspsychologen beginnen Kinder umso früher mit dem Lügen, je intelligenter sie sind.

Doch was sind die Gründe für das Lügen?
Kindergartenkinder können häufig nicht zwischen Realität und Fantasie unterscheiden. Sie erfinden Geschichten oder übertreiben beim Erzählen über die Maßen.

Sehr oft ist der Grund auch eine Notlage. Kinder lügen aus Angst vor Strafen, wenn sie etwas angestellt haben oder ein Missgeschick passiert ist. Sie lügen, weil sie sich in der entsprechenden Situation nicht anders zu helfen wissen. Hinter dem „Das war ich nicht“ steht eigentlich der Wunsch „ich will es nicht gewesen sein“, wenn die teure Parfumflasche zerbrochen im Waschbecken liegt.

Schon früh wissen Kinder, dass wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft leben. Eine angebliche Urlaubsreise mit dem Flugzeug ist schnell erfunden, wenn Schamgefühle aufkommen, weil man den Freunden nicht nachstehen möchte - obwohl das Kind weiß, dass die Familie dieses Jahr nicht verreisen kann.

Auch Überforderung in der Schule oder Loyalität gegenüber dem besten Freund, den man nicht verpetzen will, sind häufige Gründe für Kinderlügen. Doch wie reagiert man richtig?

Zunächst sollte man Schwindeln – wenn Kinder es nicht sehr häufig tun – nicht allzu ernst nehmen. Mit Bestrafung oder Wut zu reagieren ist nicht der richtige Weg, denn das kann dazu führen, dass das Kind noch seltener die Wahrheit sagen wird. Vielmehr sollte man dem Kind klarmachen, dass es den Eltern alles erzählen kann, was ihm auf dem Herzen liegt, ohne dafür bestraft zu werden.

Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Leider auch beim Schwindeln. Auch wenn in Familien meistens Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit großgeschrieben wird, lernt ein Kind von den Eltern: Sich verleugnen lassen am Telefon, das Vorschieben eines angeblichen Termins, wenn sich ungebetener Besuch ankündigt, das Lob im Restaurant, auch wenn das Essen nicht geschmeckt hat, die Notlüge, um andere Menschen nicht zu kränken. Die Wahrheit ist leider, dass wir alle oft lügen.

Gegen das Schwindeln bei Kindern aber gibt es ein gutes Mittel: Ein offenes und vertrauensvolles Miteinander in der Familie. Wenn Kinder das Gefühl haben geliebt und verstanden zu werden, egal, was sie gerade angestellt haben, so sind sie eher bereit ehrlich zu sein und Verantwortung zu übernehmen. 

Thema Bücher

 

Einige Bücher vergisst man sein Leben lang nicht – obwohl man sie selbst nie gelesen hat. Doch diese Geschichten sind in unserer Erinnerung lebendig, weil sie Mama abends auf der Bettkante sitzend so schön vorgelesen hat. Einer Studie zufolge lieben es 9 von 10 Kindern, wenn ihnen vorgelesen wird. Für die kindliche Entwicklung ist das Vorlesen von unschätzbarem Wert. Schon im ersten Lebensjahr kann man sein Kind gar nicht genug „mit Sprache verwöhnen“, in dem man ihm etwas erzählt oder gemeinsam Bilderbücher anschaut, denn das unterstützt das Sprechenlernen von Anfang an.

Beginnt das Kind zu sprechen, kann es mit dem Vorlesen richtig losgehen, denn das heißt Fördern pur. Kindern, denen viel vorgelesen wurde, besitzen mit zwei Jahren einen rund doppelt so großen Wortschatz wie Gleichaltrige, die nicht in den Genuss des Vorlesen gekommen sind. Denn während ein Kind gespannt einer Geschichte lauscht, lernt es ganz nebenbei neue Wörter und Ausdrücke, es prägen sich Satzmuster ein, Kreativität und Phantasie werden angeregt, das Wissen erweitert sich. Später in der Schule werden sich diese Kinder im Lesen und Schreiben, aber auch in anderen Fächern vergleichsweise leichter tun.

Durch „aktives Vorlesen statt passivem Zuhören“ lässt sich der Spaß am Vorlesen noch steigern: Eine kleine Fee spricht viel leiser als ein Riese, variieren Sie also mit der Lautstärke. Mit Pausen lässt sich Spannung erzeugen, mit kleinen Handlungen wie Gähnen, Husten, Seufzen, Luftanhalten oder Kichern können Vorleser die Handlung lebendig gestalten. Lesen Sie sich die Geschichte am besten vorher durch, damit Sie an den richtigen Stellen die richtigen Mittel einsetzen können.
Beziehen Sie Ihr Kind mit ein, ermuntern Sie es Fragen zu stellen und fragen Sie selbst: „Wie könnte die Geschichte weitergehen?“ oder „Was hättest du an der Stelle der Prinzessin getan?“
Zum Abenteuer wird das Vorlesen, wenn man mit einem kleinen Indianer-Tipi oder einer Decke und ein paar Stühlen ein kuscheliges Vorlesezelt einrichtet.
Übrigens: Kinder brauchen Wiederholungen, denn Bekanntes entlastet das Kind und verschafft ihm zwischen all den neuen Reizen sichere Inseln. Es ist also ganz normal, wenn Ihr Kind immer wieder dasselbe Buch vorgelesen bekommen möchte. Als Vorleser sollte man sich daher möglichst an den Text halten und nicht frei erzählen.

Doch geht es beim Vorlesen nicht nur ums Lernen, denn Vorlesen schafft auch wichtige Momente der Ruhe, Geborgenheit und Nähe. In einem Alltag, der auch für kleine Kinder oft anstrengend ist, eine wunderbare Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Nicht zuletzt ist Vorlesen einer der schönsten Wege, Kinder selbst an Bücher heranzuführen. Die Liebe zu Büchern bleibt dann meist ein Leben lang.

Thema Fragen

 

„Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm.“ Diese Erkenntnis aus dem Titellied der Sesamstraße nehmen Kinder gerne wörtlich. Lernen sie in den ersten Lebensjahren zunächst gewisse Gesetzmäßigkeiten – dass z.B. auf den Tag die Nacht folgt und umgekehrt - stellen sie später entsprechende Fragen dazu, manchmal auch 100 Mal dieselbe. Gleich einem Ritual benötigen sie darauf  immer wieder die gleiche Antwort, denn das gibt ihnen Halt, Orientierung und Geborgenheit in einer Welt, die sie nicht verstehen.

Sind die sprachlichen Fähigkeiten weit genug entwickelt, dient ihnen das Fragen als Tor zur Welt. Kinder wollen mit ihrer Fragerei nicht lästig sein oder stören, sondern einfach nur ihren natürlichen Wissensdurst befriedigen. Die Neugier von Kindern ist der unverzichtbare Motor für das Dazulernen.

Bekommt ein Kind auf seine Fragen zu oft ein „weiß ich nicht“ zu hören, wird es dies verinnerlichen, es wird faul werden in seiner Suche nach Antworten. Und die Neugier, die einen Menschen kreativ macht, ist verloren. Das Kind wird beim nächsten Mal lieber nicht fragen, sondern sich mit seinem Unwissen einfach abfinden. Antworten Sie in diesem Fall besser: „Mal schauen, ob wir das beide zusammen herausfinden“. Beim gemeinsamen Forschen lernt das Kind auch gleich die Instrumente kennen – ob Internet oder Bücherei – mit denen es später selbst die Antworten auf seine Fragen finden kann. Das Lexikon muss man aber nicht unbedingt bemühen. Gemeinsam kann man über mögliche Antworten nachdenken, dabei ergeben sich oft interessante Gesprächssituationen.

Natürlich kennt man als Eltern in diesem Zusammenhang auch peinliche Situationen. „Mama, muss die alte Frau da sterben?“ Machen Sie sich klar, dass Kinder mit  ihrer Frage weder bloßstellen, ärgern noch verletzen wollen. Verleugnen, verdrängen, Tabus oder den falschen Zeitpunkt kennen sie im Gegensatz zu uns Erwachsenen nicht. Das Kind hat nur bereits gelernt, dass alte Menschen irgendwann sterben müssen,  jetzt möchte es dieses Wissen anwenden und vertiefen (auch wenn man ein fragendes Kind normalerweise nicht vertrösten sollte, ist in solchen Situationen ein „das erkläre ich dir später“ angebracht).

Bei aller bisweilen anstrengenden Fragerei: versuchen Sie gelassen zu bleiben, seien Sie stolz darauf, dass Ihnen jede Frage Ihres Kindes zeigt, dass es neugierig auf die Welt ist und diese gemeinsam mit Ihnen verstehen und erkunden möchte.

Thema Rituale

 

Erinnern Sie sich noch an gemeinsame Rituale mit Ihren Eltern? Vielleicht ist das der ungeliebte Sonntagsspaziergang, aber es gibt sicher auch schöne Erinnerungen:
die Gute Nacht – Geschichte vom Vater, die gemütliche Teestunde mit der Mutter nach den Hausaufgaben, der immer gleiche Lieblingskuchen zum Geburtstag.
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit vermitteln vertraute Abläufe allen Familienmitgliedern Sicherheit, Halt und Geborgenheit. Besonders Kinder profitieren davon, denn sie müssen täglich Neues lernen und sich in dieser Welt zurechtfinden. Vertraute Abläufe helfen bei diesen Herausforderungen, ob es nun ums Einschlafen geht oder die Trennung von den Eltern morgens im Kindergarten. Auch für Eltern bedeutet dies einen deutlich entspannteren Alltag, denn Kinder akzeptieren alles, was regelmäßig wiederkehrt und nach dem gleichen Schema abläuft, leichter.  

Wir Eltern sind meist froh, wenn wir abends todmüde ins Bett fallen können. Bei Kindern ist dies anders. Für sie bedeutet Schlafengehen Trennung, Dunkelheit, Angst vor schlimmen Träumen, Alleinsein. Ohne  Hilfestellung schaffen es nur wenige Kinder, sich angstfrei schlafenzulegen. Bieten Sie Ihrem Kind daher ein Einschlafritual – so können auch Sie nach einem langen Arbeitstag noch ein paar intensive Minuten mit ihm verbringen. Natürlich muss das Ritual dem Alter und dem Wunsch des Kindes entsprechen. Wichtig ist der immer gleiche Ablauf. Lesen Sie eine Geschichte vor, massieren Sie Ihrem Kind den Rücken, geben Sie allen Kuscheltieren einen Gute Nacht – Kuss oder  singen Sie das Lieblingsschlaflied vor. Jetzt ist Ihr Kind für das Einschlafen gewappnet, denn es verspürt Wärme und Geborgenheit.

Findet immer direkt vor dem Schlafengehen die Zeremonie des Zähneputzens statt – bei der Ihr Kind z.B. eine Melodie summt, die Sie erraten müssen (und umgekehrt) – ist die Zahnpflege für Ihr Kind ein fester Bestandteil des Tages, der nicht jeden Abend erneut in Frage gestellt wird.

Manchen Kindern fällt morgens in der Krippe oder im Kindergarten der Abschied von den Eltern schwer. Ein Ritual kann auch hier helfen: Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm, geben Sie ihm einen (besonderen) Kuss (z.B. auf die Nasenspitze) und drücken Sie ihm ein kleines Stofftier in die Hand. Wünschen Sie ihm viel Spaß, sagen Sie ihm, dass Sie sich schon freuen, es nachmittags wieder abzuholen und winken Sie zum Abschied. Beim Abholen kann es dann ebenfalls bestimmte Begrüßungsabläufe geben, zu denen Sie auch das Kuscheltier wieder an sich nehmen. An dieses Ritual wird sich Ihr Kind wahrscheinlich noch als Erwachsener erinnern. 

Thema Ängste

 

Ängste sind bei Kindern häufig und etwas ganz Normales und sie sind vielseitig: Die Furcht vor dem Gespenst im Keller, die Angst vor der Trennung von den Eltern oder die plötzlich auftretende Unsicherheit ganz oben auf dem hohen Klettergerüst. Angst ist ein nützlicher Bestandteil unseres Lebens. Sie ist ein Frühwarnsystem, wenn wir uns in Gefahr begeben. Ohne Angst würde das  Kind auf dem Klettergerüst vielleicht die riskante Situation unterschätzen und möglicherweise wirklich in Gefahr geraten.

Nehmen Sie Ihrem Kind daher nicht übel, wenn es sich ängstigt, auch wenn es sich selbst in die Situation gebracht hat  („Warum kletterst du auch so hoch?“).

Selbst wenn (uns Erwachsenen) durch ein „Monster“ unter dem Bett keine Gefahr droht, darf man die Furcht davor nicht leichtfertig abtun, denn für Kinder ist die Situation etwas ganz Reales und Bedrohliches. Aber was hilft dagegen?

Liebe, Nähe, Sicherheit – wenn Sie dies Ihrem Kind in einem bedrohlichen Moment geben, haben Sie schon viel geholfen. Spielerisch lassen sich Monster & Co. in einem Rollenspiel darstellen oder malen und anschließend mit einer Beschwörungsformel beseitigen.

Auch wenn es vielleicht schwerfällt: Wichtig ist eine Vorbildfunktion, denn manche Angstreaktionen sind erlernt. Flüchtet die Mutter vor einer Spinne aus dem Zimmer, gelangt das Kind schnell zu der Überzeugung, dass von dem Krabbeltier eine erhebliche Gefahr ausgehen muss, wenn sich die Mama so sehr davor fürchtet.

Bestimmte Rituale wie ein Lied, das man dem Kind immer bei Gewitter vorsingt, können ebenso wie Kuscheln mit Mama oder Papa gegen die Ängste wirken. Oft hilft es auch, wenn die Eltern erzählen, wovor sie heute und früher als Kinder selbst Angst gehabt haben und was ihnen damals geholfen hat. 

Thema Beißen

 

Beißt ein Kind ein anderes, ist meist Ratlosigkeit und Scham auf der einen, und Entsetzen und Empörung auf der anderen Seite die Folge. Anders als beim Schubsen, Schlagen oder Haare ziehen, wird eine körperliche Grenze überschritten, besonders wenn die Spuren noch lange sichtbar bleiben.

Vielleicht kann man die Situation des beißenden Kindes aber verstehen: Es ist keine zwei Jahre alt, kann praktisch nicht sprechen und sich verständlich machen, kann seinen Bedürfnissen und Gefühlen keinen Ausdruck verleihen. Und nun hat ihm ein anderes Kind sein Lieblingsspielzeug weggenommen. Es findet keinen anderen Weg, um seiner Frustration und seinem Ärger Luft zu machen, und beißt.

Ein – und Zweijährige erforschen ihre Welt mit dem Mund. Sie lernen Ursache und Wirkung, wenn sie Dinge in den Mund nehmen, der Arm des Nachbarkindes macht da leider keine Ausnahme, denn die Handlung hat auch hier eine Folge. Auch Enge z.B. in der Garderobe beim gemeinsamen Anziehen oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten führen bei manchen Kindern dazu, dass sie beißen, ebenso zu viele Eindrücke und Spielsachen, Übermüdung, Hunger oder Langeweile.

Wie kann man reagieren, wenn das eigene Kind beißt? Schenken Sie dem traktierten Kind Ihre Aufmerksamkeit. Ihr Kind lernt, dass es durch Beißen nicht im Rampenlicht steht, es braucht zudem eine klare Ansage auf Augenhöhe: „Nein, wir beißen nicht!“ Geben Sie ein durch Beißen „erobertes“ Spielzeug dem gebissenen Kind zurück. Schaffen Sie Platz, bis sich Ihr Kind beruhigt hat. Gehen Sie z.B. in den Garten, meist genügen dafür wenige Minuten.

Mit zunehmender Sprachentwicklung besitzt das Kind mehr Ausdrucksmöglichkeiten, es beherrscht dann schon viele Regeln der Kommunikation. Die Phase des Beißens endet dann normalerweise von alleine wieder.

 

 

Thema Eifersucht

 

Teilen fällt Kindern manchmal schwer, besonders wenn es um die Liebe und Aufmerksamkeit von Mama und Papa geht. Bislang war das Kind noch König oder Königin, mit der Geburt eines zweiten Kindes kommt es häufig zum „Entthronungsschock“. Das Baby, das gestillt, gewickelt und getröstet werden will, beansprucht die Eltern nun fast ständig. Das ältere Kind fühlt sich förmlich „aus dem Nest geworfen“ und befürchtet, dass die elterliche Liebe vollständig für das Baby aufgebraucht wird.

Erstgeborene verfallen daraufhin häufig in ein lang abgelegtes Babyverhalten, verlangen zum Beispiel wieder die Flasche oder wollen getragen werden.

Um das Eifersuchtsgefühl zu mildern, ist es wichtig, dass die Eltern dem großen Kind vermitteln, es noch genauso liebzuhaben wie vorher. Das ist wichtig für eine gesunde Geschwisterbeziehung.

Ein Verständnis für die Hilfsbedürftigkeit und dem damit verbundenen ständigen Umsorgen eines Neugeborenen kann das ältere Kind entwickeln, wenn man ihm Fotos aus seiner eigenen Babyzeit zeigt,  man kann Stolz wecken auf die neue Rolle als älteres Geschwisterkind.

Muss das Kinderzimmer geteilt werden, kann das Ältersein als Privileg dargestellt werden („Du bist jetzt schon groß genug für ein richtiges Bett, du brauchst kein Babybett mehr.“). Hat man einen Babysitter, lässt sich zu dritt eine Fahrradtour unternehmen („Das Baby ist noch zu klein dafür“).

Ein Verantwortungsgefühl kann man wecken, indem man das Kind in die Babypflege miteinbezieht. Das ältere Kind kann z.B. beim Wickeln die Windeln reichen. Aus Konkurrenz wird so ein Miteinander und Kinder spüren: wir sind eine Familie. 

Thema Einkaufen mit Kindern

 

Einkaufen mit Kindern ist eine Herausforderung. Während die Eltern aus Zeitdruck durch die Regale eilen, genießt das Kind die Einkaufstour. Und es gibt ja auch jede Menge zu sehen. Besonders die bunten Süßigkeiten ziehen Kinder magisch an. Aber auch der giftgrüne Joghurt, die Salami, die aussieht wie ein Teddybär oder die Breze, die auf Knopfdruck kommt.

Mit etwa zwei Jahren haben Kinder ihren Gesichtskreis so erweitert, dass sie sich für das Angebot im Supermarkt interessieren. Alles Bunte spricht sie an und befindet sich auf ihrer Augenhöhe – dafür haben Marketingstrategen gesorgt.

Es ist also verständlich, wenn Kinder die Frage stellen: „Darf ich das haben?“ Erfüllt man ihren Wunsch nicht, ist oft Quengeln, Weinen und Schreien die Konsequenz – oder das Kind wirft sich gar auf den Boden.

Kinder merken sehr wohl, dass ihr Druckmittel „Geschrei“ in der Öffentlichkeit eine starke Wirkung hat. Besonders im Hinblick auf andere Kunden ist so ein Verhalten unangenehm, aber Eltern sollten das aushalten. Am besten ist es, jetzt ruhig, entschlossen und konsequent vorzugehen und ein klares „Nein“ zu formulieren. Ein eventuell anschließendes „Dafür haben wir kein Geld“ oder „Das ist ungesund“ genügt vollkommen. Je jünger das Kind ist, desto weniger helfen ausführliche Begründungen.

Auch für später ist es wichtig, dass Kinder lernen, nicht immer alles haben zu können, auch wenn die Werbung ihnen vorspiegelt, eine ganze Welt voller Waren sei einfach verfügbar. Ihnen ist nicht bewusst, dass man für Konsum etwas leisten muss. Eine Vorstellung von Geld und woher es kommt, entwickeln sie erst später.

Mit älteren Kindern ist es hilfreich, wenn man sie in den Einkauf einbezieht. Mit einem Auftrag wie „Bitte bring mir einen Liter Milch“ lassen sich die Kinder beschäftigen und von Schokolade & Co ablenken. Das Einkaufen wird so zu einem „Spiel“ und die Kinder fühlen sich in ihren Fähigkeiten ernst genommen. 

Thema Eltern und Handys

 

Seit der Markteinführung des ersten iPhones vor zehn Jahren hat sich unser Kommunikationsverhalten drastisch verändert, das Smartphone hat zweifelsohne unser Leben verändert. Über einhundert Mal am Tag nehmen wir den ständigen elektronischen Begleiter durchschnittlich zur Hand, um zu chatten, zu spielen, die neuesten Nachrichten abzurufen oder um zu telefonieren.

Lehrer sprechen von einer smartphonesüchtigen Schülergeneration, die sich keine Viertelstunde auf eine Sache konzentrieren könne. Aus diesem Grund sind Handys innerhalb von Schulen meist generell verboten. In Tausenden von Ratgebern finden wir Eltern Tipps, wie wir die Handynutzung unserer Kinder steuern können. Aber viel weniger Beiträge gibt es darüber, welche Auswirkungen unser eigenes Smartphone-Verhalten auf die Entwicklung unserer Kinder haben kann.

Jedem von uns Eltern ist es schon „passiert“.  Wir sind mit dem Smartphone beschäftigt und unser Kind möchte uns ein selbst gemaltes Bild zeigen. Wir lassen uns kurz ablenken, kommentieren das Kunstwerk mit den Worten „Schön hast du das gemacht“ und widmen uns wieder dem kleinen Bildschirm.

Vielen Eltern ist es nicht bewusst, dass sie ihr Kind damit indirekt zurückweisen. Kinder benötigen jedoch die Sicherheit, dass die Eltern für sie da sind. Sie bemerken auch, dass ein kurzer Piepton oder ein Klingeln die Aufmerksamkeit des Vaters  sofort auf das Handy lenkt, sie selbst aber schon länger unbeachtet bleiben. Kleine Kinder können nicht einschätzen, mit wem die Mutter am Handy spricht, warum sie lacht oder sich aufregt. Sie beziehen dieses Verhalten auf sich. Gerade in den ersten beiden Lebensjahren benötigen sie eine erwachsene Bezugsperson, die direkt mit ihnen kommuniziert und interagiert. Viel Kommunikation läuft über den direkten Blickkontakt und eine geteilte Aufmerksamkeit.

Durch den ständigen Blick auf unser Smartphone verpassen wir vielleicht wichtige Gelegenheiten, mit dem Kind darüber zu sprechen, was es gerade beobachtet oder tut. Wir versäumen vielleicht eine Situation, in der sich unser Kind ängstigt, unwohl fühlt oder traurig ist. Es kann nicht mit uns kommunizieren, da wir gerade intensiv mit dem Handy beschäftigt sind und alles um uns herum vergessen.

Natürlich stecken wir Eltern in chronischer Zeitnot, wir nutzen unser Handy, um Organisatorisches und die Kontaktpflege nebenbei zu erledigen. Und wir möchten auch nicht den ganzen Tag mit unseren Kindern spielen, sondern uns auch mit anderen Erwachsenen über andere Themen austauschen. Und das Smartphone ist nun mal das Medium unserer Zeit. Aber ein bewussterer Umgang damit oder  eine Verschiebung der Nutzung in die Abendstunden, wenn das Kind schläft,  können  schon ein richtiger Schritt sein, denn Eltern haben auch hier eine wichtige Vorbildfunktion – sie beeinflussen die künftige Handynutzung ihrer Kinder. 

Thema Fernsehen

 

Kinder sind fasziniert vom Fernsehen. Es verhält sich ähnlich wie mit Süßigkeiten, probieren sie einmal, wollen sie immer mehr davon. Die bunten, bewegten Bilder, die Geräusche, die Musik und die erlebten Abenteuer ihrer Lieblingshelden ziehen die Kinder in ihren Bann.

Untersuchungen zeigen: Für 2- bis 3-Jährige sind Bücher noch unentbehrlich. Frägt man 4-5-Jährige, ist es das Fernsehen, auf das Kinder nicht verzichten wollen. In diesem Alter steigt auch die Nutzungsdauer des Mediums rapide an.

Fernsehen ist ein „Fenster“, durch das die Kinder die Welt kennenlernen möchten. Die Schattenseiten sind, dass Fernsehen überfordern und ängstigen und so viel Zeit in Anspruch nehmen kann, dass für andere wichtige Dinge wie Spielen, Lesen und Bewegung keine Zeit mehr bleibt. Das Kennenlernen der echten Welt aber sollte Vorrang vor der Erfahrung der virtuellen haben und das Fernsehprogramm nicht pädagogisch wertvolle Freizeitaktivitäten, wie z.B. das Treffen von Freunden, beeinträchtigen.

Es ist wichtig, die Sehzeiten für Kinder zu begrenzen und – angesichts der Flut an schlechten TV-Sendungen – genau zu prüfen, welche kindgerecht sind. Auch Nachrichtensendungen für Erwachsene sind für Kinder ungeeignet, denn Bilder von Kriegen und Katastrophen überfordern und verunsichern sie.

Anerkannte Kinderprogramme wie „Die Sendung mit der Maus“, „Sesamstraße“ und „Löwenzahn“ vermitteln Wissen, sind gewaltfrei, lustig und kommen ohne Werbeunterbrechung aus. Am besten man schaut sich eine Sendung zusammen an, lacht gemeinsam und spricht darüber und kann sich in spannenden Momenten auch eng aneinander kuscheln. 

Thema Freispiel

 

Erzählen die Kinder nach der Krippe oder dem Kindergarten „Heute haben wir nix gemacht, wir durften alleine spielen!“ ist man als Mutter oder Vater vielleicht verunsichert. Die Kleinen sollen doch eigentlich etwas lernen. Dabei ist das „Freispiel“ sehr wichtig für ihre Entwicklung, denn sie entscheiden selbst, mit wem, was und wo sie spielen wollen. Kinder lernen nur durch Dinge, die sie selber machen, anfassen, ausprobieren können – oder durch Dinge, die Ihnen nicht gelingen.

Manchmal entstehen Konflikte mit dem Spielpartner, die ausgetragen werden müssen. Das schult die Kinder wiederrum im emotionalen Bereich, denn auch Streiten will gelernt sein. Im gemeinsamen Spielen interagieren und kommunizieren sie miteinander, was der Förderung der Sprache dient. Sie lernen einander kennen,  knüpfen neue Kontakte und schließen Freundschaften. Kinder benötigen das Freispiel, um selbständig und unabhängig zu werden – und um das Leben zu üben. 

Thema Geschenke

 

Geschenke gehören an Weihnachten dazu. Auch wenn wir Erwachsenen vielleicht darauf verzichten könnten, für Kinder wäre das Fest sicherlich nur halb so schön. Und auch wir waren einmal Kinder und wissen aus eigener Erfahrung, dass Geschenke neben anderen schönen Ritualen sicherlich zum Höhepunkt an Heiligabend gehören.

Und doch muss Schenken etwas Besonderes bleiben. Zu viele Geschenke trüben die Begeisterung, auch wenn es Eltern und Verwandten eine große Freude bereitet Kinder zu beschenken. Gerade kleinere Kinder sind mit einem Geschenkeberg schnell überfordert, denn es bleibt kaum Zeit sich über ein Präsent richtig zu freuen - schließlich gibt es ja noch so viele ungeöffnete Päckchen. Hier kann man die Vereinbarung treffen, dass jedes Familienmitglied abwechselnd ein Geschenk auspacken darf. So kann jeder ausreichend auch die Freude des Anderen am Auspacken miterleben.

Bei größeren – schon fernseherfahrenen - Kindern gleicht der Wunschzettel häufig einem Bestellschein. Bei der Flut an verlockenden Angeboten für Spielzeug, Puppen & Co ist es nicht verwunderlich, wenn Kinder damit überfordert sind und jeden Tag neue Wünsche äußern. Doch was ist ein Herzens- und was nur ein spontaner, oberflächlicher Wunsch? Messen lässt sich dies am besten mit der Dauer und Beharrlichkeit, mit der sich das Kind begeistert und den Wunsch äußert und mit der Frage, inwieweit das Geschenk zur Persönlichkeit des Kindes passt.

Ein gutes Geschenk macht Freude und gelingt dann, wenn man sich in das Kind hineinversetzt. Gehen Sie nicht von sich selbst aus und schenken Sie nicht nur etwas pädagogisch Wertvolles. Sehen Sie es  Ihrem Kind nach, auch wenn die grell-pinke Plastikpuppe nicht Ihrem Geschmack entspricht. Wünsche können nicht ausschließlich „vernünftig“ sein.

Übrigens: Auch auf die Verpackung kommt es an, denn Kinder lieben das Auspacken ganz besonders. So kann auch eine Kleinigkeit in einer schönen Schachtel mit großer Schleife die gewünschte Aufmerksamkeit erregen. 

Thema Lob

 

Vielleicht erinnern Sie sich noch an bestimmte Situationen, in denen Sie als Kind von Ihren Eltern gelobt wurden. Oft hat man das bis heute nicht vergessen, da es für einen selbst von ganz besonderer Bedeutung war.

Anerkennung benötigt jeder Mensch, aber Kinder ganz besonders. Sie möchten, dass wir stolz auf sie sind. Lob und Beachtung haben eine stark motivierende Wirkung und daher sollte man loben, denn unsere Kinder sollen erfahren, wenn sie uns stolz und froh machen.

Dennoch sollte Lob nur dann erteilt werden, wenn auch ein Grund dafür besteht. Lobt man sein Kind wegen jeder Kleinigkeit - weil es z.B. sein Zimmer aufgeräumt hat – geht der wahre Wert der Anerkennung verloren. Das Kind wird später Schwierigkeiten haben, sich später selbst realistisch einzuschätzen und empfindet sich selbst über die Maßen talentiert.

Wichtig ist auch, dass es echtes Lob ist. Das eigene Kind merkt sehr wohl, ob das Lob aufrichtig gemeint ist oder nicht. Hierzu gehört auch, das Lob nicht mit Absicht einzusetzen („Schön, dass du dich so toll um deine kleine Schwester kümmerst. Möchtest du das noch ein bisschen länger?“).

Achten Sie auf ein angemessenes Verhältnis von Anerkennung und bewältigter Aufgabe: Loben Sie Ihre 6jährige Tochter dafür, dass sie aus Langeweile heraus ein Puzzle für Dreijährige gelöst hat, wird sie das nicht als Kompliment auffassen.

Dass nicht nur perfekte Ergebnisse oder Erfolge gelobt werden sollten, sondern auch die Bemühungen des Kindes, versteht sich von selbst. Das motiviert, stärkt das Selbstbewusstsein und das Kind lernt, dass nicht nur die Gewinner als die Größten gelten, sondern dass jeder Mensch Eigenschaften besitzt, die Anerkennung verdienen. 

Thema Rollenspiele

 

In den kommenden Wochen finden wieder unzählige Faschingsveranstaltungen statt. Für Kinder ist das eine besondere Zeit, doch nicht nur an diesen Tagen verkleiden sie sich gerne, denn Rollenspiele gehören ab etwa zweieinhalb Jahren zum Entwicklungsprozess. Schlüpfen Kinder in andere Rollen, verarbeiten sie positiv wie negativ Erlebtes und schaffen sich eine Welt, in der sie großartig und unabhängig sind. Am liebsten verwandeln sie sich in Erwachsene, denn zu ihnen sehen sie auf. „Vater, Mutter, Kind spielen“ gehört immer noch zu den Lieblingsbeschäftigungen im fortgeschrittenen Kindergartenalter.

Kinder wollen bei ihren Rollenspielen nicht gestört werden. Es macht sie häufig verlegen, wenn Erwachsene ihre Verwandlung mitbekommen.  Sie wollen dabei keine Show abziehen, sondern sich ausprobieren und mit der Welt der Erwachsenen auseinandersetzen. Beim spielerischen Kochen, Waschen, Einkaufen werden neue Handlungsabläufe eingeübt. Ein Kind, das sich fürsorglich um seine Puppe kümmert, sie füttert und wickelt und auf dem Arm trägt, hat seiner Mutter anscheinend immer genau zugeschaut, wie diese den kleinen Bruder versorgte. Dabei hat das Kind viel gelernt.

Mit dem Rollenspiel bewältigen Kinder Ängste und Defizite. Wer sich vor Gespenstern fürchtet, ist für einige Stunden selbst eines und erschreckt zur Abwechslung mal die anderen.

Als Pipi Langstrumpf ist ein Kind unglaublich stark, reich und kann in seiner  „Villa“ tun und lassen, was es will. In seiner Fantasie gelingt ihm das. Für das Selbstwertgefühl und die Entwicklung der Persönlichkeit ist das eine wichtige Phase.

Mit ausreichend Freiraum und der Möglichkeit zur „Verwandlung“ lassen sich Kinder zum Rollenspiel auch ermutigen. Ein wichtiges Requisit für Kinder ist daher eine Kiste mit alten Kleidern, Schuhen, Hüten, Tüchern, Handtaschen, ausrangierten Handys und Fotoapparaten, Pappkartons in verschiedenen Größen und vielem mehr. Je mehr, umso besser, aber perfekt muss es nicht sein. Kinder sind bekanntlich kreativ.

Thema Überbehütung

 

Unterhält man sich mit Eltern anderer Kinder, ist man sich in einem Punkt schnell einig. Wir sind früher anders aufgewachsen. Ohne Kindersitze im Auto, ohne Herdschutzgitter und Atemüberwachung im Kinderbett, ohne Hochsitze mit Anschnallgurt, ohne durchgeplante Nachmittage mit Klavier-, Tanz- oder Ballettunterricht. Aber mit vielen gelebten Freiheiten, wie zum Beispiel „Komm heim, wenn es dunkel wird!“

Einer Umfrage zufolge finden 3/4 aller Deutschen, dass Kinder heute überbehütet werden. Auch eine ganze Industrie, die an Sicherheitsutensilien für Kinder kräftig verdient, trägt ihren Teil dazu bei. Natürlich müssten wir - die heutige Elterngeneration - eigentlich aus eigener Erinnerung wissen, wie wichtig es ist, Kindern mehr Freiräume zuzugestehen, in denen sie ihre Erfahrungen machen dürfen. Zugegebenermaßen fällt es schwer.

„Renn nicht so schnell, sonst fällst du!“, „Das kannst du noch nicht“ oder „Vorsicht mit dem Messer, schneid` dich nicht!“ Überbehütete Kinder bekommen diese Sätze oft zu hören. Doch Kinder wollen trainieren, sich ausprobieren dürfen, dann entwickeln sie Geschick und Körperbewusstsein. Sie brauchen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, um Selbstbewusstsein zu entwickeln. Sie möchten keine Hilfestellung bei Dingen, die sie schon alleine können.

Das Klettern auf ein Gerüst hätten wir selbst vermutlich nie gelernt, wenn wir immer wieder auf mögliche Gefahren hingewiesen worden wären. Doch aufgeschürfte Knie und blaue Flecken gehören bei einem aktiven Kind einfach dazu.

Aber natürlich muss es auch Kontrolle geben: Beim Überqueren der Straße darf sich das Kind nicht von Mamas Hand befreien. Wer sich im Auto nicht anschnallen lassen will, darf nicht mitfahren. In wirklich gefährlichen Bereichen des Lebens darf das Kind nicht „ausprobieren“. Leicht es sicher nicht, aber letztlich hilft es Kindern wie Eltern. Sich den Ängsten stellen und die Leine etwas lockerer lassen, jeden Tag aufs Neue. 

Thema Kindergeburtstag

  

Kindergeburtstage sind zweifelsohne eine Herausforderung für die Eltern - sei es die eigene Feier oder wenn das Kind eingeladen ist. Denn auch wenn das Kind „nur“ Gast ist, ist es gut, ein paar Dinge zu berücksichtigen, besonders beim Thema Geschenke.

Das Auspacken ist der zentrale Moment eines jeden Kindergeburtstages. Doch ein passendes Präsent zu finden, ist alles andere als leicht, soll es doch das Herz des Beschenkten höher schlagen lassen, das eigene Kind mit Stolz erfüllen, weder zu teuer noch zu billig sein und auch noch bei den Eltern des Geburtstagskindes auf Wohlgefallen stoßen. 
Ein zu teures Geschenk lässt alle anderen Geschenke kümmerlich aussehen, was die anderen Geburtstagsgäste enttäuschen wird. Man sollte sich auch nicht von einem Konkurrenzdenken unter Eltern um das teuerste und wichtigste Geschenk anstecken lassen. Es geht immerhin um das Geburtstagskind, um die Absicht und nicht das Preisschild. Und ein Vierjähriger wird sich auch nicht für den Preis seines Geburtstagsgeschenks interessieren. Erkundigen Sie sich am besten bei anderen Eltern, wie viel Geld sie in etwa für ein Geschenk ausgeben. Als Faustregel gelten max. 10 Euro bzw. das „Alter des Kindes in Euro“.
Übrigens: Größere, teure Geschenke kann man durchaus schenken, wenn man sich gemeinsam mit anderen Eltern zusammen tut. 

Ein unpersönliches Geschenk, das wie eine Eintrittskarte zur Feier an der Tür abgegeben wird, wird ebenfalls nicht den gewünschten Effekt haben. Fragen Sie die Eltern oder das Geburtstagskind selbst nach einem möglichem Wunsch und beziehen Sie auch Ihr Kind in die Kaufentscheidung mit ein, denn zum einen stärken sie so sein Einfühlungsvermögen und seine Kreativität, zum anderen hat Ihr Kind vielleicht einen wertvollen Tipp - schließlich kennt es das Geburtstagskind besser als Sie selbst. 

Ein Geschenk kann durchaus auch einen Mehrwert aufweisen, wenn man es – gemeinsam mit seinem Kind – entsprechend verpackt, mit einer besonderen Karte oder selbstgemaltem Bild oder kleinem Gedicht versieht. Auch hier lernen Kinder sich in andere hinzuversetzen, wenn sie überlegen, welches Geschenkpapier oder welche Karte dem Geburtstagskind wohl am besten gefallen könnte.

Zum Schluss sei noch eines erwähnt: Geschenkgutscheine (oder Bargeld) eignen sich gerade für kleinere Kinder nicht, denn bis weit in die Grundschule hinein können sie diesem Stück Papier keinerlei Wert beimessen.

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Sommerferien

 

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das Kinderkrippen- und Kindergartenjahr neigt sich dem Ende zu. Viele schöne, spannende, lustige und interessante Momente durften...

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Yoga ist ein echtes Multitalent. Es hilft Kindern beim Entspannen und fördert ihre Körperbeherrschung. Es stärkt die Lernfähigkeit, die Kreativität,...

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Kindern in der heutigen Zeit ist es nicht mehr ohne weiteres möglich, ihre Zeit in der freien Natur zu verbringen. Daher ist es wichtig, dass sie Wald...

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Fragenkatalog (FAQ)

Ab welchem Alter kann ich mein Kind für eine Betreuung im MINIHAUS München anmelden?

 

Wir betreuen Kinder im Alter von 9 Wochen bis zum Schuleintritt in unseren Kinderkrippen und Kindergärten des MINIHAUS München. Eine besonders sanfte Eingewöhnung, der liebevolle Umgang und ein großes Herz für Kinder zeichnen uns dabei aus. Wir freuen uns auf Ihr Kind!

Kann ich mein Kind zu jedem Zeitpunkt im Jahr anmelden?

 

Ja. Abhängig von der Verfügbarkeit der Plätze kann Ihr Kind auch zu Ihrem Wunschtermin im Minihaus starten.

Können nur Kinder mit Wohnsitz in München aufgenommen werden?

 

Aufgrund der Fördervorschriften der Stadt München können wir Kinder aus Umlandgemeinden leider nicht betreuen. 

Wann kann ich mein gewünschtes MINIHAUS München besichtigen?

 

Gerne können Sie mit uns einen individuellen Besichtigungstermin vereinbaren. Bitte nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten am Seitenende. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und sind uns sicher, Ihren Wünschen gerecht zu werden.

Kann die gebuchte Betreuungszeit im Nachhinein angepasst werden?

 

Flexibilität gehört zu unseren Stärken. Selbstverständlich kann die festgelegte Buchungszeit bei freien Kapazitäten angepasst werden. Auch kurzfristig sind wir flexibel: Sie können Ihr Kind nicht rechtzeitig abholen, weil ein wichtiger Termin dazwischen gekommen ist? Sprechen Sie uns an!

Bis zu welchem Alter dürfen die Kinder in der Krippe bleiben?

 

Bei Kindern, die vor dem 01.10. geboren wurden, endet die Betreuung in der Kinderkrippe zum 31.08. des Kalenderjahres, in dem das Kind das 3. Lebensjahr vollendet hat. Bei Kindern, die nach dem 30.09. geboren wurden, dürfen die Kinder noch bis zum 31.08. des Kalenderjahres bleiben, in dem das Kind das 4. Lebensjahr vollendet.

Kann mein Kind im Minihaus von der Krippe in den Kindergarten wechseln?

 

Unser Anspruch ist es, Ihnen eine qualitativ hochwertige Betreuung Ihres Kindes von der Krippe bis zum Eintritt in die Grundschule und darüber hinaus anzubieten. Daher ist ein Wechsel in den Kindergarten abhängig von der Verfügbarkeit der Plätze selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie bei Interesse rechtzeitig Kontakt mit uns auf.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Sollten Sie an einer bilingualen Erziehung Ihres Kindes interessiert sein, schafft der zweisprachige Kindergarten International Kids Campus (IKC), dessen Träger wir seit 2015 sind, optimale Rahmenbedingungen, denn hier wird zu gleichen Teilen deutsch/englisch gesprochen, so dass sich die Kinder spielerisch beide Sprachen erschließen können.

Im Anschluss an den Kindergarten bietet unsere zweisprachige, staatlich genehmigte  Ganztages-Grundschule International Bilingual School Munich (IBSM) – die sich im gleichen Gebäude wie der IKC befindet - Ihrem Kind eine erstklassige schulische Bildung und Betreuung durch englische und deutsche muttersprachliche Lehrer.

Wie erfolgt die Eingewöhnung im MINIHAUS München?

 

Die Eingewöhnung Ihrer Kinder ist uns besonders wichtig und erfolgt im MINIHAUS München nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir wollen, dass Sie und Ihr Kind Zeit haben, in aller Ruhe in der Kinderkrippe bzw. im Kindergarten anzukommen. Dabei stehen wir Ihnen als behutsame Begleiter zur Verfügung. Je nach Alter und Entwicklungsstand Ihres Kindes dauert eine Eingewöhnung in der Kinderkrippe in der Regel 3 bis 4 Wochen, im Kindergarten 1 bis 3 Wochen.

Wie viele Kinder werden in den Gruppen betreut?

 

In unseren Krippen werden pro Gruppe max. 12 Kinder, in den Kindergärten pro Gruppe max. 25 Kinder betreut.

Welche Verpflegung erhalten die Kinder im MINIHAUS München?

 

In der Kindheit werden die Weichen für das spätere Leben gestellt – besonders was körperliche Entwicklung und ein ausgewogenes Ernährungsverhalten anbelangt. Darum ist es uns ein besonderes Anliegen, den Kindern eine Ernährung von höchster biologischer und geschmacklicher Qualität zu garantieren. Im MINIHAUS München erhalten die Kinder Frühstück, Mittagessen, Snacks als Zwischenmahlzeiten und ggf. ein Abendbrot.

Unsere Lebensmittel beziehen wir von Gourmet – einem erstklassigen Anbieter hochwertiger, leckerer Gerichte -  und der Ökokiste, die frische Bio-Lebensmittel aus ökologisch kontrollierter Landwirtschaft garantiert.

Werden regelmäßige Ausflüge unternommen und Feste gefeiert?

 

Regelmäßige Ausflüge und gemeinsame Feste sind ein wichtiger Baustein unseres pädagogischen Konzeptes. Ein Ausflug in den Tierpark oder Botanischen Garten, eine Exkursion ins Museum, ein Besuch bei der Feuerwehr oder Polizei oder eine Theatervorstellung – unsere Aktivitäten unter dem Motto „Minihaus on Tour“ sind vielfältig und lassen Kinderherzen höher schlagen. Und wir feiern gerne gemeinsam mit Ihnen und Ihren Kindern: Ob Geburtstage, ein stimmungsvolles Laternenfest im November, Weihnachten und Ostern und ein Sommerfest mit attraktiven Einlagen – es gibt viele Anlässe, schöne Stunden miteinander zu verbringen. 

Wie erfolgt die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Eltern?

 

Eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern liegt uns besonders am Herzen. Für Ihr Kind sind Sie die ersten und wichtigsten Bezugspersonen, für uns die wichtigsten Partner bei der Bildung und Erziehung Ihrer Kinder. Ein vertrauensvoller und enger Austausch mit Ihnen ist daher für uns selbstverständlich. Ob in Tür- und Angelgesprächen, bei regelmäßigen Entwicklungsgesprächen, bei Elternabenden, gemeinsamen Festen und Ausflügen - wir wollen mit Ihnen und dem Elternbeirat im Gespräch sein und gemeinsam dafür Sorge tragen, dass sich ihr Kind bestens entwickelt.


Besonders wichtig ist uns dabei, Sie auf unterschiedliche Art und Weise über den Minihaus-Alltag Ihres Kindes auf dem Laufenden zu halten. Die geschieht durch regelmäßige, informative  Elternbriefe, unseren zweiwöchigen Newsletter Mini Mail, der Sie mit Fotos und Kurzberichten aus Ihrem Minihaus versorgt und  der mehrmals im Jahr erscheinenden Mini News, die interessante Informationen aus allen sieben Minihäusern für Sie bereit hält.  Darüber hinaus verschaffen Ihnen die Aushänge vor den Gruppenräumen einen tagesaktuellen Überblick über wichtige Neuigkeiten.

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

 

Nach dem Gesetz zur Steuervereinfachung können aktuell pro Jahr 4.000€ Betreuungskosten bei der Steuererklärung als Sonderkosten geltend gemacht werden (ohne Gewähr). 

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Unsere Partner

Das MINIHAUS München kann jederzeit auf vielfältige Kompetenzen seiner starken Partner im Bereich der Kinderbetreuung und Förderung zugreifen. Dazu gehören neben dem Kinderhaus München der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. und das Institut Lern-König. Außerdem haben wir mit unseren bilingualen Einrichtungen IKC und IBSM starke Partner im Bildungsbereich.


Die fachliche Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter erfolgt in unserer Bildungsakademie Feinschliff: Fast täglich gibt es neue Erkenntnisse in der Hirnforschung und in der Pädagogik, die uns immer besser begreifbar machen, wie ein Kind seine Welt verstehen lernt. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das, diese neuen Fakten zu kennen, zu strukturieren und abzuwägen, welche sie sinnvoll in den Entwicklungsprozess der Kinder einfließen lassen und auf welche Art und Weise.
Unsere hauseigene Bildungsakademie Feinschliff vermittelt unseren pädagogischen MitarbeiterInnen in regelmäßigen Abständen wertvolles Fachwissen u.a. in den Bereichen Frühpädagogik, Teamentwicklung und Führungskompetenz speziell für soziale Berufe. Unsere Referenten verfügen über langjährige Lehr- und Berufserfahrung im jeweiligen Themenbereich und in der praktischen Arbeit und bilden unsere Mitarbeiter kompetent und professionell aus. Unsere Fortbildungsangebote werden konsequent aus der Praxis heraus entwickelt und den neuesten Erkenntnissen und Bedürfnissen angepasst. Somit können Sie sicher sein, dass Ihr Kind stets nach den modernsten pädagogischen Methoden in unseren Minihäusern betreut wird. 

Alle diese Einrichtungen fördern seit Jahrzehnten sehr erfolgreich Kinder in ihrer sprachlichen, intellektuellen, emotionalen und sozialen Entwicklung.

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Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.
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feinschliff - die Bildungsakademie
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