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Minihaus News

Umwelterziehung in der Kita: „Plastikmüll – auf ihn mit Gebrüll“

Alle sieben Minihäuser erneut mit dem ÖkoKids-Siegel ausgezeichnet

Die sieben Minihaus München Kindertagesstätten sind zum dritten Mal mit dem ÖkoKids-Siegel ausgezeichnet worden. Ziel des Projekts „ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. ist es, schon die Kleinsten in Krippe und Kindergarten für Umweltschutz zu sensibilisieren.

Die ÖkoKids-Projekte in den Minihäusern standen in diesem Jahr ganz im Zeichen von Plastikmüll: Warum gibt es soviel Plastikmüll? Was kann ich selbst tun, um Müll zu vermeiden? „Das Thema ist gerade so aktuell, und wir wollen den Kindern vermitteln, dass auch sie schon zum Umweltschutz beitragen können“, erklärt Projektleiterin Silvia Wick. Dabei ging es nicht nur darum, wie Plastikmüll recycelt werden kann, sondern vor allem auch darum, sorgsam mit Ressourcen umzugehen und Müll gar nicht erst entstehen zu lassen.

In den Projekten haben die Kinder gelernt, dass viele Plastikgegenstände im Alltag durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden können, z. B. das kleine Joghurt im Plastikbecher durch ein größeres im Mehrweg-Glas oder die Frischhaltefolie für das Frühstücksbrot durch eine wiederverwendbare Brotzeitbox.

Eine Kita-Gruppe hat dazu ein kleines Praxis-Projekt gestartet: Die Kinder haben eine Riesencollage der Weltmeere erstellt und an die Wand gehängt. Im Vorfeld wurde mit den Kindern über das Problem des Plastikmülls in den Weltmeeren gesprochen. Zwei Tage lang haben die Kinder dann ihren eigenen Plastikmüll, den sie in ihren Brotzeitboxen dabei hatten – z.B. Joghurtbecher oder Müsliriegel-Verpackungen - gesammelt und auf die Meerescollage geklebt. Kein schöner Anblick, das fanden auch die Kinder. Also haben sie sich vorgenommen: Wenn wir es schaffen, dass an einem Tag kein Kind aus der Gruppe Plastikverpackungen dabei hat, darf ein Müllteil wieder „aus dem Meer geholt“ werden. So hat die Gruppe mit großem Eifer vier Wochen lang daran gearbeitet, den Plastikmüll wieder aus ihrer Meeres-Collage zu „fischen“. Dazu haben die Kinder genau geschaut, was die Eltern in die Brotbox tun.

„Die Kinder sitzen dann zu Hause am Frühstückstisch und klären die Eltern auf“, berichtet Silvia Wick stolz. Und wie kommt das an bei den Eltern? „Die sind begeistert, dass die Kinder so sensibilisiert sind“, freut sich die Projektleiterin. Und ganz nebenbei hat das Projekt das Gemeinschaftsgefühl in den Gruppen gestärkt: „Zusammen schaffen wir das!“

Nachdem coronabedingt, wie schon im letzten Jahr, leider keine Preisverleihung im festlichen Rahmen stattfinden konnte, wurden alle Häuser in einer Online-Veranstaltung ausgezeichnet. Die Zertifikate und das Keramikschild, das jedes Haus nun gut sichtbar als ÖkoKids-Einrichtung 2021 kennzeichnet, haben die Minihäuser vorab auf dem Postweg erhalten.

Das Thema Umweltschutz und Umwelterziehung ist inzwischen fester Bestandteil im Minihaus-Alltag. „Die Kinder sind mit so viel Begeisterung dabei“, freut sich Silvia Wick. „Das motiviert uns natürlich, weiterzumachen.“ Deshalb haben sich die sieben Minihäuser auch 2022 wieder für das Projekt „ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG  NACHHALTIGKEIT“ angemeldet.

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